VPN-Anbieter im Vergleich

Mit einem VPN (Virtual Private Network) surft man sicher und anonym im Internet. Um Ihnen die Wahl des richtigen VPN-Anbieters zu erleichtern, finden Sie hier die besten VPN-Anbieter im Vergleich.

Top 3 VPN-Anbieter 2020

AnbieterBewertungPreisLink
CyberGhost
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Ab 2,45€
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NordVPN
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Ab 2,62€
pro Monat
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ZenMate
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Ab 1,75€
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Wie funktioniert ein VPN?

Meist ist mit der Bezeichnung VPN (Virtual Private Network) im hier beschriebenen Sinne ein verschlüsselter Tunnel zu einem Server gemeint, der als Proxy für den Client, also den PC des Nutzers, dient. Dieser Server kann irgendwo auf der Welt stehen.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Server der Internet-Seiten, die man über das VPN aufruft, nicht die heimische IP-Adresse des Nutzers sehen, sondern die IP-Adresse des VPN-Servers. Dieser kann sich in einem beliebigen Land befinden.

Die IP-Adresse ist dabei in etwa mit einer Telefonnummer vergleichbar, unter der ein Rechner im Internet erreichbar ist. Durch die Zwischenschaltung des VPN-Servers wird dessen IP-Adresse statt der vom ISP vergebenen zur Kommunikation mit einem Internet-Server oder anderen Rechnern im WWW genutzt.

So lassen sich Ländergrenzen etwa beim Streamen von Videoinhalten oder beim Abruf von Seiten, die in bestimmten Ländern gesperrt sind, umgehen. Dies funktioniert technisch deshalb, weil mithilfe des

VPNs dem Streaming-Server eine IP-Adresse beispielsweise in den USA vorgegaukelt werden kann, obwohl der eigentliche Nutzer in Deutschland hinter seinem Bildschirm sitzt. Meist bieten die VPN-Anbieter ihren Kunden eine größere Auswahl von verschiedenen Servern zur Nutzung an.

So kann man die gleiche Webseite zunächst etwa aus Spanien und anschließend (nach der Auswahl eines anderen VPN-Servers) aus den USA abrufen. Manche VPN-Anbieter sortieren die Server dabei auch nach solchen, die für bestimmte Einsatzzwecke gedacht sind.

So lassen sich etwa legale Torrents häufig nur über bestimmte zugeordnete Server eines VPN-Anbieters herunterladen. Manchmal lassen sich solche Server auch automatisch per Mausklick im VPN-Client des jeweiligen VPN-Dienstleisters auswählen. So spart man sich das Stöbern in den Server-Listen und die eigenhändige Konfiguration.

VPN-Server sind nach einer gewissen Zeit meist bei den Webseitenbetreibern als solche bekannt, was die Nutzung von Social Media Plattformen mit einem VPN-Server erschweren kann.

Auch wenn man hier weitaus anonymer ist als bei der Nutzung des heimischen Internetzugangs über den eigenen Router, wird die Reichweite der Posts, die von einem über einen VPN-Server registrierten und genutzten Account gesendet werden, häufig von verschiedenen Social Media Diensten limitiert.

Dies soll vor allem Spammer, die sich über ein VPN anonymisieren, abschrecken, trifft allerdings häufig auch ganz normale User, die ein VPN nutzen.

Arten von VPN-Verbindungen

Wichtig ist darüber hinaus, dass die Verbindung zum VPN-Dienst hinreichend sicher verschlüsselt ist. Hierbei kommt auf der Seite des VPN-Dienstes zum Beispiel ein OpenVPN-Server zum Einsatz, der (mit einem modernen Verschlüsselungsverfahren) als sehr sicher gilt.

Allerdings sollte der Client, also der Rechner, der beim Nutzer zuhause steht, dann so konfiguriert sein, dass ein sicheres Chiffreverfahren gewählt wird. Viele VPN-Anbieter bieten den Nutzern eigene Clients (meist für Windows) oder Apps (meist für Android und iOS) an, die sich um die Verschlüsselung und den Verbindungsaufbau kümmern.

Aber auch mit Linux lassen sich viele VPN-Anbieter nutzen, wobei oft allerdings ein wenig technisches Know-How notwendig ist. Weitere mögliche Protokolle sind unter anderem das mittlerweile als unsicher geltende PPTP und L2TP.

Besonders praktisch für die Sicherheit ist ein sogenannter Kill-Switch, der dafür sorgt, dass keine Daten über eine unverschlüsselte Verbindung abfließen, wenn es Probleme mit der VPN-Verbindung gibt. So wird etwa vermieden, dass die Anonymität des Nutzers mit der VPN-Verbindung zusammenbricht.

Deshalb ist eine VPN-Verbindung anonym

Der VPN-Server verbindet sich anstelle des Rechners des Nutzers mit der Webseite, die dieser aufrufen möchte, und leitet die von der Webseite erhaltenen Daten an diesen weiter. Er schaltet sich dabei als Mittelsmann in die Kommunikation ein, gibt also sowohl Daten vom Webseiten-Server an den Nutzer-PC als auch umgekehrt weiter.

Somit sieht der Webseiten-Server nur die IP des VPN-Servers, die vom ISP an den Nutzer vergebene IP-Adresse bleibt — jedenfalls, soweit es den Webseiten-Server betrifft — anonym. Der VPN-Server sieht hingegen sowohl die vom ISP an den Nutzer vergebene IP als auch jene des Webseiten-Servers.

Daher könnte er theoretisch eine Tabelle anlegen, in der gespeichert ist, welche Webseiten der Nutzer mit einer bestimmten IP zu einer bestimmten Zeit aufgerufen hat und könnte diese z. B. der Polizei zukommen lassen. Die Anonymisierung wäre dann wieder aufgehoben.

Besonders interessant für die Anonymisierung ist deshalb die Log-Policy der verschiedenen VPN-Anbieter: Werden Logdateien erstellt, und wie lange bleiben diese gespeichert? Auch wenn es einige Dienste gibt, die versprechen, erst gar keine Log-Dateien anzulegen, bleibt es letztendlich dem User überlassen, ob er diesem Versprechen vertrauen möchte.

In den Vereinigten Staaten etwa muss ein VPN-Anbieter Log-Dateien über das Verhalten eines bestimmten Nutzers liefern, sobald das FBI diese anfordert. Aus diesem Grunde ist die No-Log-Policy gerade bei Anbietern aus den USA mit einem Körnchen Salz zu genießen.

Am ehesten sind wohl VPN-Anbieter mit sogenannten Offshore-Standorten in der Lage, die Anonymität ihrer Nutzer zu schützen, auch wenn dies natürlich keine absolute Sicherheit darstellt. Leider ist an solchen Standorten die Gesetzgebung im Bereich Daten- und Verbraucherschutz mitunter wesentlich weniger streng geregelt als etwa in vielen europäischen Ländern.

Trotz dieser praktischen Einschränkungen der mit einem VPN-Server erreichbaren Anonymität bietet ein VPN-Service meist genügend Privatsphäre für den Hausgebrauch. Wer auf der Flucht vor der Polizei ist, hat meist ganz andere Probleme als die Auswahl des passenden VPN-Anbieters.

Mit VPN sicher in öffentlichen Netzen

Besonders nützlich sind VPNs auch beim mobilen Surfen über öffentliche Netze wie etwa den vielerorts angebotenen kostenlosen Wifi-Netzwerken. Da diese oft unverschlüsselt oder für alle Klienten mit dem gleichen Password verschlüsselt sind, ist es für Hacker relativ einfach, in solchen Netzen verschiedene Angriffe wie etwa einen Man-In-The-Middle-Angriff (MITM-Attacke) durchzuführen.

Dabei schaltet sich der Rechner des Hackers beispielsweise zwischen den Router und das Mobiltelefon des Opfers. Im Anschluss kann der Hacker sämtlichen unverschlüsselten Netzwerkverkehr mitlesen und manipulieren, also etwa einen Link zu einer Schadsoftware auf einer unverschlüsselten Webseite platzieren.

Dies wird zwar durch die zunehmende Verschlüsselung des Internetverkehrs über die Nutzung von HTTPS statt HTTP immer schwieriger, ausschließen lässt sich eine solche Angriffsmöglichkeit aber auch heutzutage noch nicht.

Um sich vor solchen und ähnlichen Angriffen zu schützen, ist die Komplettverschlüsselung des über das unsichere Netzwerk gehenden Netzwerkverkehrs, wie sie etwa ein typischer VPN-Service bietet, eine geeignete Maßnahme. Dann kann sich der Hacker zwar immer noch als Man-In-The-Middle zwischenschalten, sieht aber nur verschlüsselte, scheinbar unsinnige Daten.

Dies erschwert die Durchführung von typischen Angriffen ungemein und macht sie praktisch nahezu unmöglich. Eine gute Verschlüsselung wird über moderne VPN-Clients automatisch realisiert.

Auch wenn man dem öffentlichen Netzwerk so kein Vertrauen mehr schenken muss, um es zum Surfen zu nutzen, muss man doch immer noch dem Netzwerk des VPN-Anbieters vertrauen. Auch dies macht die Auswahl eines guten VPN-Services so wichtig.

Kundenservice: Die Seele eines guten VPN-Anbieters

Auch im Bereich Kundenservice sollte ein guter VPN-Service punkten können. Nimmt der Service sich Zeit auch für sehr einfache Fragen und glänzt trotzdem bei technisch anspruchsvollen Problemen?

Wird neben dem meist obligatorischen E-Mail-Support auch ein Kundenservice über einen Chat angeboten? Deckt die FAQ die meisten Fragen eines typischen Nutzers ab?

Ist der Support freundlich, oder merklich gestresst und unhöflich? Wird vielleicht sogar eine Unterstützung in verschiedenen Sprachen (außer dem obligatorichen Englisch) angeboten? Gibt es ein Forum mit einer aktiven Community?

Dies sind nur einige Fragen, die man sich bei der Bewertung des Kundensupports eines gegebenen VPN-Anbieters stellen sollte.

Die Geschwindigkeit: Last but not least

Besonders bei Einsatzzwecken wie dem Streaming von Videoinhalten oder P2P ist die Geschwindigkeit des genutzten VPN-Servers interessant. Diese entscheidet im Zweifelsfalle über den Unterschied zwischen einem ungetrübten Videovergnügen oder einer ruckelnden “Dia-Show” auf dem Bildschirm.

Wenn der VPN-Anbieter einen kostenlosen Probezugang (z. B. für 24 Stunden) anbietet, sollte man diesen nutzen, um die angebotenen Server schon einmal auf Herz und Nieren zu testen. Auch Online-Speedtests können bei diesem Unterfangen hilfreich sein, da sie relativ unbestechlich die letztendlich beim Kunden ankommende Geschwindigkeit statt irgendwelcher Fantasiezahlen messen.

Wer also wissen will, wie schnell eine VPN-Verbindung tatsächlich ist, sollte einen solchen Online-Service zur Überprüfung der vom Anbieter angegebenen Zahlen nutzen. Dabei kann sich das Problem ergeben, dass die im kostenlosen Probezugang verfügbaren Server nicht die gleiche Geschwindigkeit erreichen wie die bezahlten.

Vorzuziehen ist deshalb ein Preismodell, bei dem der Kunde den vollen Service bestellen, zahlen, nutzen und bei Nichtgefallen etwa innerhalb von 30 oder 14 Tagen stornieren kann. Dieses wird von vielen Anbietern angeboten. So kann man die Verbindung in Ruhe testen und sich bei Nichtgefallen für einen anderen Anbieter entscheiden.

Fazit

Wer einfach anonym surfen möchte, kommt heutzutage an einem guten VPN nicht mehr vorbei. In unserem Vergleich haben wir uns die wichtigsten Merkmale der verschiedenen VPN-Anbieter angesehen und das Ergebnis übersichtlich zusammengefasst. So sollte es kein Problem mehr darstellen, den persönlich passenden VPN-Service zu finden.

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