Sie sind hier:     Startseite > Recht & Verträge > Rückgaberecht & Umtauschrecht > Meldung vom 27. Dezember 2006

Höhere Mehrwertsteuer – Geschenke-Umtausch muss kein Zuschussgeschäft werden – Silvesternacht wird 16-prozentig gut


Der Stress vor Weihnachten war groß und doch ist der Pullover zu klein oder die neue Bluse gefällt nicht. Generell ist es so, dass ein Umtausch von Waren stets der Kulanz des Händlers unterliegt. Ein Umtauschrecht für ordnungsgemäße Ware kraft Gesetzes gibt es nicht. Am besten, man vereinbart schon beim Kauf mit dem Händler, ob und zu welchen Bedingungen die Ware umgetauscht werden kann.

Wer seine Geschenke gleich nach Weihnachten umtauschen will, hat bezüglich der Mehrwehrsteuer kein Problem, er tauscht Ware gegen Ware. Kritischer wird es dann im neuen Jahr. „Rechtlich gesehen wird der ursprüngliche Kaufvertrag rückgängig gemacht und an seine Stelle tritt der neue Vertrag“ sagt Rechtsreferentin Marion Schmidt von der sächsischen Verbraucherzentrale. Hat der Händler seine Preise ab 01.01.2007 wegen der Mehrwertsteuererhöhung neu kalkuliert, kann er demzufolge die Differenz zum höheren Endpreis vom Kunden verlangen. Wenn der Händler aber beim Kauf nicht darauf hingewiesen hat, dass er den höheren Satz beim Umtausch verlangt, können Verbraucher darauf vertrauen, dass ein kostenloser Umtausch erfolgen wird. Hat der Händler aber Rückzahlung des Kaufpreises angeboten, bekommt der Verbraucher den gezahlten Betrag zurück und muss für die neue Ware dann den höheren Preis mit 19 % Mehrwertsteuer bezahlen.

Wer in der Silvesternacht kräftig in der Gaststätte feiern möchte, muss allerdings nicht befürchten, dass er nach Null Uhr für Speisen und Getränke die erhöhte Mehrwertsteuer zahlen muss. Zur Vermeidung von Übergangsschwierigkeiten hat der Gesetzgeber zugelassen, dass in dieser Nacht der alte Mehrwertsteuersatz von 16 % zur Anwendung kommt. Für Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind allerdings die damit zusammenhängenden Leistungen schon mit 19 % Mehrwertsteuer zu begleichen.

„Auch wer sich dann nach ausgiebiger Feier lieber mit dem Taxi nach Hause bringen lässt, muss in der Silvesternacht keine höhere Mehrwertsteuer befürchten“, kann die Verbraucherschützerin beruhigen.

Von Martina Grau/vzs, 27. Dezember 2006; Quelle: vzs/Verbraucherzentrale Sachsen
Kategorie: Rückgaberecht & Umtauschrecht
Noch kein Kommentar abgegeben! Meldung jetzt kommentieren »
Zu Mister-Wong hinzufügen Add to Google Y! MyWeb
Kommentare: Noch kein Kommentar vorhanden
Geben Sie einen Kommentar ab

Spam-Schutz:

XHTML: Folgende Tags können Sie verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Meldungen nach Jahr: 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2014 | Linktipps

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen