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Wenn Kostenvoranschläge überschritten werden – Verbraucherzentrale Sachsen informiert über Besonderheiten


Immer wieder gibt es Verbraucher, die Probleme mit Kostenvoranschlägen haben. Sei es, dass sie dafür bezahlen sollen oder dass die voraussichtlichen Kosten bei der Erbringung der Leistung wesentlich überschritten werden. Es gibt auch Fälle, in denen das begutachtete Gerät gleich wieder zurückgegeben wird – unrepariert und zum Teil sogar demontiert – weil der Kunde den Kostenvoranschlag nicht bezahlen will oder die Reparaturkosten zu hoch sind. Ein Kostenvoranschlag ist jedoch nach dem Gesetz im Zweifel nicht zu vergüten. Etwas anderes kann nur gelten, wenn eine Vergütung ausdrücklich vereinbart und branchenüblich ist.

Negative Beispiele dabei sind, wenn ohne Vereinbarung der Kostenvoranschlag bezahlt werden soll oder wenn der Kostenvoranschlag über 15 – 20 % bei der Ausführung der Leistung ohne rechtzeitige Anzeige überschritten wurde. Akzeptiert werden kann, wenn eine Kostenüberschreitung rechtzeitig angezeigt wurde und die Partner sich über eine bestimmte Summe geeinigt haben. „Wichtig zu wissen ist, dass der Verbraucher Schadensersatz bei nicht erfolgter Anzeige der Überschreitung des Kostenvoranschlages verlangen kann“, erläutert Marion Schmidt von der sächsischen Verbraucherzentrale. Ein Manko besteht auf jeden Fall, wenn der Kostenvoranschlag mangelhaft erstellt wurde und sich im Nachhinein schon allein deshalb eine Kostenüberschreitung zeigt.

Damit man nicht hinterher den Ärger hat, sollte ein Kostenvoranschlag möglichst genau detailliert sein. Die Positionen Arbeitszeit und ggf. Zuschläge, Fahrt- und Wegezeit, Materialkosten und ggf. Kosten für Spezialgeräte oder -fahrzeuge können enthalten sein. „Eine Unterschrift des Verbrauchers unter den Kostenvoranschlag ist nicht nötig“, sagt Schmidt. „Wird der Kostenvoranschlag allerdings bei Vertragsschluss ausdrücklich als verbindlich mit Unterschrift vereinbart, entspricht dies einer Festpreisvereinbarung und darf vom Unternehmer nicht überschritten werden.“

Von Martina Grau/vzs, 12. September 2007; Quelle: vzs/Verbraucherzentrale Sachsen
Kategorie: Haushalt, Recht & Verträge, Werkstätten
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