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ÖKO-TEST Nagellack – Nagelprobe nicht bestanden


In vielen Nagellacken stecken ungewöhnlich hohe Mengen an Schadstoffen – viel mehr als in anderen Kosmetikprodukten. Selbst bekannte Marken wie Chanel, Christian Dior und Lancôme enthalten Reizstoffe, die Allergien hervorrufen können und sogar im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Das berichtet das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKOTEST in seiner August-Ausgabe, die jetzt am Kiosk liegt. Die schädlichen Substanzen sind Bestandteil des Kunstharzes, das eingesetzt wird, damit sich der Lack besser auf dem Fingernagel hält.

Etwa ein Drittel aller Kosmetik-Unverträglichkeiten gehen auf das Konto von Nagellack. Überraschend: Fast alle dadurch verursachten Hautausschläge und Ekzeme treten im Gesicht auf. Das kommt daher, daß Hände und Finger im Laufe eines Tages sehr häufig das Gesicht berühren – zum Beispiel, wenn man sich die Augen reibt oder hinterm Ohr kratzt.

ÖKO-TEST hat 25 Nagellacke in der Trendfarbe Blau untersucht. Fast die Hälfte ist durchgefallen: Neben allergieauslösenden Stoffen entdeckten die Analyselabors in zahlreichen Produkten auch problematische Verunreinigungen in überraschend hohen Konzentrationen. Immerhin acht Hersteller zeigen, daß es deutlich besser geht – gleich mehrere populäre Marken sind empfehlenswert.

Von Verena Rais, 30. Juli 1999;
Kategorie: Allergien & Schadstoffe
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