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TÜV SÜD und auto motor und Sport testen Kindersitze


Von aktuell acht untersuchten Kindersitzen sind drei als „bedingt empfehlenswert“ und zwei sogar als „nicht empfehlenswert“ einzustufen. Nur drei Sitze schnitten mit der Bewertung „empfehlenswert“ ab. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Kindersitztests von TÜV SÜD und auto motor und sport. Das Gesamturteil klingt ernüchternd – ist aber dennoch ein großer Erfolg. Denn zu Beginn der gemeinsamen Testreihen 1992 waren die Ergebnisse meist katastrophal: Nicht selten flogen die Kinder-Dummys mit dem Sicherheits-Sitzmöbel aus dem Auto. Inzwischen schneiden etwa die Hälfte der jeweils getesteten Kindersitze mit dem Ergebnis „empfehlenswert“ ab.

Seit 14 Jahren testet TÜV SÜD in Kooperation mit der Fachzeitschrift auto motor und sport Kindersitze. Insgesamt mussten sich bislang 127 Sitze diesem Härtetest unterziehen. „Die Testreihen haben seither kontinuierlich zu einer wesentlichen Verbesserung der einzelnen Modelle geführt und sind ein wichtiger Beitrag für den Schutz und die Sicherheit von Kindern im Fahrzeug“, resümiert Dr. Lothar Wech, Projektleiter für Kindersitz-Crashtests bei TÜV SÜD. „Der aktuelle Test zeigt aber auch, dass es immer noch Modelle mit hohem Optimierungsbedarf gibt.“

Der Versuchsaufbau hat sich seit 1992 nicht nennenswert verändert: Die Rückhalte-Systeme werden in einer Kompaktwagen-Karosserie nach Herstellervorgaben montiert und anschließend mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h gegen ein fiktives Hindernis frontal gecrasht. Bei den Versuchen werden die Sitze und die Kinder-Dummys mit maximal 33g abgebremst, also der 33-fachen Erdbeschleunigung. Beim Kindersitz-Test von auto motor und sport in Kooperation mit TÜV SÜD wurden je vier Babyschalen der Gruppe 0+ sowie vier Kleinkind-Sitze der Gruppe 1 untersucht. Die Detailergebnisse des Tests veröffentlichte auto motor und sport in Heft 18.

Die Mehrzahl der im Straßenverkehr getöteten und schwer verletzten Kinder kommen im Auto zu Schaden: Über 60 Prozent des Nachwuchses fahren entweder im falschen Kindersitz mit, sind gar nicht angeschnallt oder sie sind im korrekten Sitz unterwegs, der aber mangelhaft befestigt ist. Dabei zeigt die Statistik, dass ein altersgerechter Kindersitz das Verletzungsrisiko enorm senken kann. Die kontinuierlichen Kindersitz-Crashtests tragen deshalb dazu bei, Hersteller und Käufer der Rückhaltesysteme auf „Problemzonen“ oder Handhabungsfehler aufmerksam zu machen.

Von Martina Grau/tuev-sued, 26. September 2006; Quelle: tuev-sued/TÜV Süddeutschland
Kategorie: Auto & Verkehr
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