Sie sind hier:     Startseite > Sonstige Meldungen > Meldung vom 17. Dezember 1999

Prosit Neujahr! – So kommen Sie sicher ins neue Jahr


Alle Jahre wieder sind an Sylvester neben Böllerschüssen und Krachern auch Martinshörner zu hören. Die Feuerwehren und Krankenwagen müssen nur allzu oft zum Jahreswechsel ausrücken, um Brände zu löschen oder sogar, um Verletzte zu versorgen.

Der sorglose Umgang mit Knallfröschen, Raketen und anderen Feuerwerkskörpern führt alljährlich zu Bränden und Personenschäden, die bei gewissenhaftem Umgang vermieden werden könnten. Fröhliche Feiern finden mit solchen Unfällen ein jähes und unschönes Ende.

Dabei kann das Risiko minimiert werden, wenn man ein paar Verhaltensregeln beachtet. Schließlich sind Feuerwerkskörper keine harmlosen Spielsachen, sondern sie besitzen im wahrsten Sinne des Wortes „Sprengkraft“.

Entsprechend ihrer Gefährlichkeit gibt es Klassifizierungen der verschiedenen Feuerwerksutensilien. Feuerwerkskörper der Klasse I (Kleinstfeuerwerk) sind noch recht harmlos. Sogar Kinder können hier – am besten natürlich unter Aufsicht – ihren Spaß haben.

Wesentlich gefährlicher sind da die Feuerwerkskörper der Klasse II (Kleinfeuerwerk). Zu dieser Klasse zählen zum Beispiel die üblichen Raketen, Knallfrösche, Chinaböller, Vulkane und Feuerräder. Diese Art von Feuerwerk darf nur an Erwachsene über 18 abgegeben werden und das auch nur zur Jahreswende. „Abgefeuert“ werden dürfen diese Sachen im übrigen nur an Sylvester und Neujahr.

Die Altersbeschränkung gilt bei den Klasse II-Feuerwerkskörpern nicht nur für Händler, sondern auch für Eltern, die ihren Kindern die Feuerwerkskörper wohlmeinend überlassen.

Ein echter Genuss ist das selbstinszenierte Feuerwerk dann, wenn man folgende Regeln beachtet:

  • Vor dem Abbrennen sollte jeder „Feuerwerker“ die Gebrauchsanweisung der Sprengkörper lesen! So mancher Böller funktioniert nämlich anders als man denkt…
  • Wer schon „angeheitert“ ist, sollte beim Abbrennen unbedingt anderen den Vortritt lassen.
  • Die Örtlichkeiten des Feuerwerks sollte man kennen. Immerhin können Raketen bis zu 100 Meter in die Luft steigen. Auch die Flugrichtung sollte man unbedingt beachten. Der eigene Balkon ist der denkbar schlechteste Ort für ein gefahrloses Feuerwerks-Vergnügen. Nahe Häuser oder andere Gebäude meidet man besser ganz und geht auf´s freie Feld.
  • Von selbst versteht sich, dass man Raketen, Böller etc. nur im Freien und nicht im Wohnzimmer abbrennt, auch wenn´s da nicht so kalt ist.
  • Wer Raketen startet, sollte den Holzstab der Rakete auf keinen Fall in den Boden stecken, sondern in eine – am besten bereits geleerte – Sektflasche.
  • In der Nähe von Krankenhäusern, Altersheimen, Kirchen und Kinderspielplätzen hat ein Feuerwerk nichts zu suchen!
  • Nach dem Zünden der Feuerwerkskörper unbedingt einen Sicherheitsabstand einhalten und die Sachen nicht in der Hand behalten.
  • „Blindgänger“ nie nochmals zünden! Nach einiger Wartezeit macht man Blindgänger am besten mit Wasser unschädlich.
  • Während des Zündens eines Feuerwerkskörpers sollten die anderen nicht einfach herumliegen. Vor allem ist es lebensgefährlich, Knallkörper und Raketen am Körper zu tragen.
  • Das „Innenleben“ von Feuerwerkskörpern ist tabu! Wer mit Sprengstoff basteln will, der sollte sich einen Chemie-Versuchskasten kaufen, aber nicht einen Böller sezieren. Das Auseinandernehmen ist im übrigen ebenso verboten wie das Selbstbasteln von Feuerwerkskörpern.

Wer beim Abbrennen seines Feuerwerks meint, schlechte Scherze machen zu müssen, indem er Böller in Personengruppen oder offene Fenster wirft, gefährdet massiv Menschenleben!

Diejenigen, die diese Regeln beachten, werden mit ihrem Feuerwerk wohl gut ins neue Jahr „rutschen“ und den gewollten Spaß haben.

Abschließend sei noch der Hinweis erlaubt, dass all diejenigen, die lieber Sektkorken statt Böller knallen lassen, auch nicht ganz ungefährlich leben. Wenn die Korken knallen sollen, darf man nicht vergessen, die Flasche so zu halten, dass der Korken nach oben wegfliegt. Fliegende Sektkorken haben nämlich schon genug Menschen das Augenlicht gekostet.

Von Bernhard Rais, 17. Dezember 1999;
Kategorie: Sonstige Meldungen
Noch kein Kommentar abgegeben! Meldung jetzt kommentieren »
Zu Mister-Wong hinzufügen Add to Google Y! MyWeb
Kommentare: Noch kein Kommentar vorhanden
Geben Sie einen Kommentar ab

Spam-Schutz:

XHTML: Folgende Tags können Sie verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Meldungen nach Jahr: 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2014 | Linktipps