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Eistee – Zuckerwasser in neuem Gewand? – Verbraucherzentrale rät zum Selbermachen


Wer glaubt, Eistee sei ein besonders gesundes Erfrischungsgetränk, der irrt. Der Zuckergehalt, im Schnitt 25 Zuckerwürfel pro Liter, entspricht in etwa dem von Limonade. Daraus ergibt sich ein Kaloriengehalt von 300 – 400 kcal pro Liter. Auch der Austausch von Zucker durch Süßstoff macht die Tees nicht gesünder. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt daher, Eistee selbst herzustellen und so den Zuckergehalt selbst zu bestimmen. Damit läßt sich auch Geld sparen, denn fertiger Eistee kostet das bis zu zehnfache wie selbst aufgebrühter Tee.

Der Begriff “Eistee” ist rechtlich nicht geschützt. In der Regel besteht industriell hergestellter Eistee aus Wasser, Zucker oder Süßstoff, schwarzem Tee oder Tee-Extrakt, Fruchtsaft, Aromen und diversen Zusatzstoffen. Einige Hersteller verwenden zusätzlich zum Schwarztee verschiedene Früchtetees, Frucht- und Teegeschmack können aber auch überwiegend aus Aromastoffen stammen. Informationen über die genaue Zusammensetzung des Getränks liefert also nur ein Blick in die Zutatenliste.

Ein weiteres Problem ist der Coffeingehalt von Eistee. Vielen Eltern ist nicht bewußt, daß er mit durchschnittlich 100 Milligramm pro Liter dem von coffeinhaftigen Erfrischungsgetränken entspricht. Die Verbraucherzentrale weist daher darauf hin, daß Eistee genau wie Cola von Kindern nicht in großen Mengen getrunken werden sollte. Für Kleinkinder sind diese Getränke tabu – vor allem für die Nuckelflasche.

Auch in punkto Umweltverträglichkeit verbucht Eistee ein Minus. Die meisten Hersteller füllen ihre Produkte in Dosen oder Kartons. Die umweltfreundliche Mehrwegflasche geht fast immer leer aus.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern

Von Verena Rais, 23. Juli 1999;
Kategorie: Lebensmittel
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