Dieses Problem stellt sich gerade in der kalten Jahreszeit ein: Nasse Fenster, feuchte Wände und schwarze Flecken in der Wohnung sind ein deutliches Kennzeichen für das Entstehen von Schimmelpilzen.
Großflächiger Schimmelbefall ist gesundheitlich bedenklich und birgt besonders für Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie für Säuglinge und Kleinkinder Infektionsgefahren.
Veränderte Lebens- und Wohngewohnheiten, aber auch luftdichte Fenster und eine luftdichte Gebäudehülle insgesamt, tragen wesentlich zur Verbreitung von Schimmelpilzen bei. Häufiges Baden und Duschen sowie das Waschen und Wäschetrocknen in der Wohnung sorgen für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. In Geschosswohnungen sind vielfach Bäder fensterlos, so dass ein normales Lüften nicht möglich ist. Die automatischen Entlüfter sind oft nicht ausreichend, um die erzeugte Feuchtigkeit wirksam abzuleiten.
Beim Kochen entsteht zusätzlich Wasserdampf. Auch Zimmerpflanzen und Aquarien sind Feuchtigkeitsquellen. Kommt zur hohen Luftfeuchtigkeit eine nicht ausreichende Raumtemperatur hinzu und wird zu wenig oder falsch gelüftet, dann schlägt sich der Wasserdampf auf kälteren Flächen, Spiegeln und Wänden nieder. Über einen längeren Zeitraum entstehen großflächige Schimmelflecken, und die Bausubstanz wird nachhaltig geschädigt.
Neben baulichen Mängeln kann auch falsches Lüften Schimmelbildung verursachen.
Wie lüftet man also richtig?
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Zum Lüften Fenster weit öffnen und – wenn möglich – mit einem gegenüberliegenden Fenster Durchzug herstellen. Das Ankippen des Fensters reicht nicht aus. Dadurch wird kaum Feuchte transportiert, und kühle Gebäudeteile, z.B. Fensterstürze, kühlen weiter aus, was sie zusätzlich feuchtigkeitsanfällig macht.
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Am besten 3 x täglich 5 Minuten lang lüften.
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In Nassbereichen, wie Bad und Küche, unmittelbar nach dem Entstehen von Wasserdampf lüften. Dabei sollten angrenzende Räume geschlossen bleiben, damit die Feuchtigkeit nur nach draußen entweicht.
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Wenn neue Fenster eingesetzt wurden, die hermetisch abschließen, muss häufiger gelüftet werden als zuvor.
Liegt bereits Schimmelbefall vor, sollte man mit herkömmlichen Behandlungsmitteln vorsichtig sein. Sie enthalten in der Regel Fungizide, die als gesundheitlich bedenklich einzustufen sind. Bevor die Ursache endgültig behoben wird, kann vorübergehend eine Behandlung der befallenen Stellen mit hochprozentigem Alkohol, aber auch mit Salmiak- oder Chlorverdünnung eine weitere Ausbreitung verhindern.


