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Wohngifte: Altlasten im Holz – DDT- und PCPhaltiges Holzschutzmittel verseucht die Raumluft


In vielen Haushalten finden sich Gifte aus Holzschutzmitteln in Wänden und Dachbalken. Vor den Giftstoffen, die langsam in die Raumluft ausgasen, warnt die Stiftung Warentest in der März-Ausgabe der Zeitschrift test.

1500 Holzproben sind der Stiftung in einer Leseraktion zugesandt worden. Auffälligstes Ergebnis ist ein klarer Ost-West-Unterschied. Im Westen belasten am häufigsten PCP (Pentachlorphenol) und Lindan die Luft. In den östlichen Bundesländern fanden sich vor allem Spuren von DDT (Dichlor-diphenyl-trichlorethan) in den untersuchten Holzspänen. Sie sind auf den Einsatz des DDR-Holzschutzmittels Hylotox 59 zurückzuführen.

Das einmal verwendete Holzschutzmittel kann auch noch Jahrzehnte später die Luft belasten, weil die Pilz- und Insektengifte aus dem Holz nur langsam in die Luft entweichen.

Eine Analyse für Holzschutzmittelaltlasten bietet die Stiftung Warentest für 140 DM an. Eine Sanierung kann dann Abhilfe schaffen. Als Soforthilfe raten die Experten feucht wischen, häufiges Staubsaugen und gut lüften. Auf keinen Fall sollte das Holz abgeschliffen werden, weil sonst viel gifthaltiger Staub anfällt.

Von Bernhard Rais/ots, 25. Februar 2000; Quelle: ots/NewsAktuell Presseportal
Kategorie: Sonstige Meldungen
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