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Physikalische Wasseraufbereitung – Ein Schlag ins Wasser


Während Abfüller von Mineralwasser stolz mit hohem Kalziumgehalt werben, graust vielen Hausbesitzern vor lebenswichtigen Element. Nicht ohne Grund, denn das im Wasser gelöste Kalzium bindet sich – vor allem bei Hitze – an das ebenfalls im Wasser reichlich vorhandene Karbonat. Heraus kommt Kalk und damit verkalkte Rohre sowie Warmwasserbereiter. Kalksteinstopper unterschiedlichster Bauart sollen davor schützen. Die STIFTUNG WARENTEST hat 13 physikalische Wasserbehandler zu Preisen von 80 bis 3.500 Mark getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd. Nur drei Geräte konnten Kalkablagerungen “befriedigend” vermindern. Alle anderen waren ein Schlag ins Wasser: Urteil “mangelhaft”.

Die meisten physikalischen Wasseraufbereiter bekämpfen den Kalk mit elektrischen oder magnetischen Feldern. Ein altes Wirkprinzip, dass im Test durchweg “mangelhaft” abschnitt. Eine neue Technik mindert dagegen Kalkablagerungen in Warmwasserspeichern deutlich. AQA total (3.155 Mark), Maitron Catalysator (2.980 Mark) und der baugleiche OC Watercat (2.750 Mark) arbeiten damit und erreichten jeweils ein “Befriedigend”.

Wie funktioniert die neue Technik? Das Wasser durchfließt hier jeweils eine Patrone, die entweder mit Kunstoffharzkügelchen oder Kohlenstoff gefüllt ist. Dadurch soll ein Teil des im Wasser gelösten Kalks Kristalle bilden, die weiteres Kalzium anlagern können. Folge: Die winzigen Kalkpartikel schwimmen so im Wasser mit und lagern sich nicht auf Heizflächen und an Rohrwandungen ab. Nachteile der neuen Technik: Das AQA total gab Kohlenstoff ans Wasser ab und bei Maitron Catalysator und OC Watercat erhöhte sich der Energieverbrauch. Wegen dieser Mängel erzielten die drei Testsieger nur ein “befriedigendes” test-Qualitätsurteil.

In Anbetracht der technischen Unreife der meisten Geräte sind die zum Teil hohen Preise besonders ärgerlich. Dazu kommen oft noch Installationskosten von mehreren Hundert Mark. Außerdem fallen zum Teil regelmäßige Betriebs- und Wartungskosten an. So sind zum Beispiel bei den beiden Maitron und OC Watercat alle zwei Jahre 250 Mark für eine neue Patrone fällig.

Fazit: In der Werbung als Kalkkiller angetreten, im Test als Blindgänger enttarnt. Diese Erkenntnis gilt nach wie vor für die meisten physikalischen Wasserbehandlungsmethoden. Selbst die Testsieger sollten sich Hausbesitzer nur dann einbauen lassen, wenn sie die Kalkprobleme nicht anders lösen können: Alle paar Jahre einen Boiler entkalken zu lassen, ist alle Mal billiger.

Service

Sie zweifeln an der Qualität Ihres Trinkwassers? Die STIFTUNG WARENTEST bietet Ihnen eine Umweltanalyse ”Schwermetalle im Trinkwasser” an. Der Service kostet 45 Mark. Sie können das Formular (pdf-Datei, 44 KB) direkt aus dem Internet herunterladen unter www.warentest.de/wtest/webdateien/form_metalle.pdf .

Die Anbieteradressen finden Sie in der Adressliste unter www.warentest.de/wtest/plsql/sw_test.adressen_anz?kontaktnr=0&id=659&medium=t

Quelle: www.stiftung-warentest.de

Von Verena Rais, 31. Dezember 1999;
Kategorie: Sonstige Meldungen
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Kommentare: 1 Kommentar vorhanden
  • Kommentar von Langbehn am 21. Jul 2010

    Sehr geehrte Redaktion,
    ist der Wasserfiltervon APAS VITAL getestet?
    Danke, Mit freundlichen Grüßen Langbehn

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