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Aus der Leitung oder aus der Flasche – Welches Wasser ist klar im Vorteil?


Brennt die Sonne vom Himmel, brennt es auch in der Kehle: Der Bedarf des Körpers an Flüssigkeit steigt. Durstlöscher Nummer eins bei heißem Wetter ist Wasser. Sprudelnd oder still, viel Kohlensäure oder wenig, aus der Flasche oder aus der Leitung und auch als Bestandteil von Schorle oder Tee ist Wasser bei der Getränkewahl in aller Munde. Doch welches Wasser ist das Bessere? Welche Unterschiede gibt’s im Blick auf Hygiene, Schadstoffe oder Mineralstoffe? Die Verbraucherzentrale NRW hat Tipps für die Suche nach den klaren Vorteilen der verschiedenen Angebote parat:

Einfach zu bekommen und zudem sehr kostengünstig ist das Wasser aus der Leitung. Hygienisch ist Leitungswasser einwandfrei. Zu Verunreinigungen beispielsweise durch Bakterien oder Schimmelpilze kommt es in der Regel erst im eigenen Haushalt. So zum Beispiel, wenn bei Filtern oder Sprudlergeräten nicht auf genügende Sauberkeit geachtet wird. Auch abgestandenes Wasser in Leitungen kann verunreinigt sein. Deshalb: Erst ablaufen lassen, bis frisches, kaltes Wasser nachfließt. Trinkwasser sollte zudem nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Hygienisch unbedenklich ist auch Mineralwasser. Geöffnet sind stille Wässer weniger haltbar als kohlensäurehaltige.

Mineralwasser werben mit ihrem Gehalt an Mineralstoffen. Wer sich ausgewogen und vollwertig ernährt, braucht aber in der Regel kein Mineralwasser zur Ergänzung der Mineralstoffversorgung. Sollen allerdings Defizite in der Ernährung ausgeglichen werden, so ist das mit Trinkwasser und Tafelwasser nicht möglich. In diesem Fall sollte ein gut mineralisiertes Wasser dem individuellen Bedarf entsprechend gewählt werden.

Für Sportler ist der Natrium-, Magnesium- und Calciumgehalt eines Wassers wichtig. Ein ideales Getränk ist Apfelschorle: Ein gut mineralisiertes Mineralwasser und Apfelsaft gemischt im Verhältnis 5:1 bis 3:1.

Wer Säuglingsnahrung zubereiten will, hat hohe Anforderungen an die Qualität des Wassers. Das Gesundheitsamt kann Auskunft darüber geben, ob das Trinkwasser geeignet ist. Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn im Haus noch alte Bleileitungen liegen, der Nitratgehalt des Wassers über 50 Milligramm, der Nitritgehalt über 0,1 Milligramm oder der Fluoridgehalt über 0,7 Milligramm liegt. Falls sich das Trinkwasser nicht eignet, sollte auf abgepacktes Wasser oder Mineralwasser mit entsprechender Kennzeichnung zurückgegriffen werden.

Weitere Informationen rund ums Wasser bieten die Verbraucherzentralen in ihrem Ratgeber „Durstlöscher Wasser“. Das Buch informiert über die Gewinnung von Trinkwasser sowie Mineral- und anderen Wassern aus der Flasche und klärt über potentielle Belastungen und Schadstoffe auf. Zudem bietet der Wegweiser durchs Wasserlabyrinth einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Sprudlergeräten und Filtern.

Den Ratgeber „Durstlöscher Wasser – aus der Leitung oder Flasche?“ gibt’s zum Abholpreis von 5,80 Euro in den Beratungsstellen aller Verbraucherzentralen.

Für zusätzlich zwei Euro für Porto und Versand kommt er – gegen Rechnung – auch ins Haus.

Bestelladresse:

Versandservice der Verbraucherzentralen, Adersstraße 78, 40215 Düsseldorf.

Oder telefonisch unter 0180/500 14 33, Fax: 0211/38 09-235,

e-mail: publikationen@vz-nrw.de, Internet: www.vz-nrw.de.

Von Verena Rais, 25. Juni 2005;
Kategorie: Lebensmittel
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