Der Schokoladenweihnachtsmann im Regal hat immer noch nicht den Weg in die menschliche Nahrungskette gefunden? Macht nichts, denn nach dem Fest ist vor dem Fest. Vergessene oder übrig gebliebene Schokoladenhohlkörper kann man auch anders verwenden: Früchte mit Schokoüberzug, Schokoladenguss für Kuchen, Schokocrossies oder Schokoladenfondue zum nächsten Kindergeburtstag.
Dazu die Tipps des Lebensmittel-TÜV von TÜV SÜD zum “Schokoladenrecycling”: Vor dem Einschmelzen muss die Schokolade in kleine Stücke gehackt werden. Beim anschließenden Erwärmen ist ein direkter Kontakt der Schokolade mit der Wärmequelle zu vermeiden. Denn Schokolade darf nicht Temperaturen über 40-45 Grad Celsius ausgesetzt werden. Weiße Schokolade verträgt ca. 50 Grad, sehr dunkle Schokolade bis max. 60 Grad. Vor dem weiteren Verarbeiten muss die Masse unbedingt temperiert, d.h. unter vorsichtigem Rühren sehr langsam abgekühlt werden. Beim Abkühlen unter 35 Grad entstehen in der Schokoladenmasse wieder Kristallformen, die für Aussehen und Geschmack absolut ausschlaggebend sind. Verläuft das Temperieren falsch, gibt es grau-weiße Sprenkel und körnige oder brüchige Strukturen. Die optimale Verarbeitungstemperatur für Milchschokolade ist 29-30 Grad, für weiße liegt sie etwas darunter und für dunkle Schokolade etwas darüber.
Ein Weihnachtsmann ist etwa zwei Jahre lang verwendbar. Er muss trocken gelagert werden, luftdicht abgeschlossen, dunkel und bei konstanten Temperaturen zwischen 12 bis 20 Grad. Die recycelte Schokolade sollte allerdings schnell verzehrt werden. Und: diesen Tipp darf man ruhig in ein paar Monaten wieder anwenden – er gilt natürlich auch für den Osterhasen!
Pressemitteilung des TÜV Süddeutschland


