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Gift im Handtuch


Die schwedische Naturschutzvereinigung SNF (Svenska Naturskyddsföreningen) hat 20 unterschiedliche Handtücher, die außerhalb der EU produziert wurden, auf Giftstoffe untersuchen lassen. Ergebnis: In allen Proben wurde das Hormongift Nonylphenol nachgewiesen. Die Anwendung dieser Substanz ist in der EU schon seit 2003 verboten. Dieses Verbot bezieht sich allerdings nicht auf importierte Waren. Innerhalb der EU stehen Nonylphenole im Verdacht, embryonale Schäden zu verursachen, das Fortpflanzungsvermögen zu beeinträchtigen und Allergien auszulösen.

Generell ist es ratsam, neue Textilien, neben Bekleidung eben auch Handtücher, vor dem ersten Tragen bzw. Benutzen mehrfach zu waschen. So kann der Verbraucher sich zwar vor der direkten Giftbelastung schützen, die Substanz Nonylphenol wird dadurch aber nicht neutralisiert. Durch das Waschen gelangt diese schwer abbaubare Chemikalie in die Abwässer und damit in die Umwelt. Mittlerweile wurde Nonylphenol auch schon in Lebensmitteln nachgewiesen. Im Sinne des nachhaltigen Umwelt- und Verbraucherschutzes ist ein umfassendes Verbot dieser Chemikalie erforderlich.

Von Martina Grau/dgk, 19. November 2007; Quelle: dgk/Deutsches Grüne Kreuz
Kategorie: Allergien & Schadstoffe
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