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Vogelgrippe auf dem Weg nach Westen – Nur konsequetes Handeln kann uns helfen


Vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Geflügelpest in der Türkei hat der Bundesminister für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Horst Seehofer, heute erneut an Reisende appelliert, die Einfuhrbestimmungen zu beachten: „Wer illegal Produkte aus Ausbruchsgebieten der Geflügelpest nach Deutschland einführt, handelt unverantwortlich und fahrlässig.

Wir werden mit den verschärften Kontrollen nicht nachlassen und werden mit ganzer Härte gegen die Personen vorgehen, die verbotene Produkte oder lebende Tiere einzuführen versuchen“, betonte der Minister. So werde sowohl an den Flughäfen und Häfen, als auch an sonstigen Grenzübergängen weiter sehr genau kontrolliert. Darüber hinaus würden auch Reisebusse untersucht. Seit August 2005 sind die Kontrollen im Reiseverkehr intensiviert worden. Dabei sind bei Stichprobenkontrollen an den internationalen Flughäfen in Deutschland beträchtliche Mengen an nicht einfuhrfähigen Lebensmitteln entdeckt und beschlagnahmt worden. Allein am Flughafen Frankfurt/Main wurden in einem vierwöchigen Zeitraum in 608 Fällen illegal aus verschiedenen Risikoländern eingeführte Waren bei Reisenden sichergestellt, unter anderem Enten aus Thailand, Entenfüße und rohe Eier aus China sowie Geflügelfleischerzeugnisse aus Indonesien und Vietnam. Die sichergestellte Menge der Waren betrug insgesamt 826 kg.

Grundsätzlich dürfen Reisende aus einer Reihe von Ländern*, in denen die Geflügelpest aufgetreten ist, kein lebendes Geflügel oder andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union einführen. Bei Verstoß gegen diese Bestimmungen drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Experten sehen in illegalen Importen und dem teils aus Unwissenheit erfolgenden Einführen von Produkten aus betroffen Ländern durch Reisende das größte Risiko einer Übertragung des Geflügelpestvirus H5N1 auf Tiere in Deutschland. „Deshalb werde ich in den nächsten Tagen mit meinen Amtskollegen in den Bundesländern beraten, wie die vorhandenen Kontrollkapazitäten stärker gebündelt werden können“, sagte der Minister.

„Reisende in betroffene Länder sollten sich sehr genau an die Reisehinweise halten, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlich hat“, so Seehofer. Diese Reisehinweise seien im Internet abrufbar (www.bmelv.de) und würden über Reiseveranstalter und Flughäfen an Reisende verteilt. Darin werde an die Reisenden vor allem appelliert, im Reiseland* auf direkte Tierkontakte und auf den Besuch von Geflügelmärkten zu verzichten.

„Wir beobachten die Entwicklung in der Türkei und den anderen betroffenen Ländern auch im Hinblick auf den im März beginnenden Vogelzug sehr genau. Bei der geringsten Gefahr werde ich nicht zögern, erneut eine Stallpflicht für Geflügel anzuordnen“, unterstrich der Minister.

* Kambodscha, Kasachstan, Indonesien, Laos, Malaysia, Pakistan, Russland, Rumänien, Nordkorea, Thailand, Vietnam, Türkei, Ukraine, Volksrepublik China einschließlich Hongkong

Von Verena Rais, 14. Januar 2006;
Kategorie: Allergien & Schadstoffe
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