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Ratgeber hilft bei Sterbebegeleitung und im Trauerfall – Lebensende in Würde


Gedanken an den eigenen Tod werden meist verdrängt oder gefürchtet. Der Tod anderer Menschen hingegen lässt Hinterbliebene häufig nicht nur in einer schmerzlichen Situation, sondern vor allem in Hilflosigkeit zurück. „Vieles davon kann man nicht ändern, aber es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, das Lebensende in Würde zu gestalten“, weiß die Verbraucherzentrale NRW und hat einen Ratgeber zum Thema herausgegeben. Das Buch erzählt nicht nur vom Umgang mit Tod und Sterben in unserer Gesellschaft, sondern will Mut machen, Sterbende bis zum Ende zu begleiten. „Nicht immer reichen die eigenen Kräfte dafür aus. Daher sollten sich Begleitende rechtzeitig nach Hilfe im persönlichen Umfeld, bei Hospizen, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen Ausschau halten.

Wo gibt es Hilfe?: Leistungen ambulanter Pflegedienste sind abhängig von der Pflegestufe. Geschulte Mitarbeiter ambulanter Hospiz- oder Palliativdienste sind auf die Behandlung, Begleitung und Pflege schwerkranker Menschen spezialisiert. Manchmal übernehmen diese Dienste auch Nachtwachen. Häufig ist es für Angehörige auch sinnvoll, sich selbst praktische Anleitungen in Pflegekursen zu holen. Beratungsstellen vor Ort geben Auskunft über Angebote

Schmerztherapie: Körperliche Schmerzen bei nahendem Tod muss heute niemand mehr haben. In fast allen Fällen ist eine ausreichende Schmerzbehandlung möglich. Tatsächlich schätzen die Experten aber, dass zum Beispiel der Tumorschmerz in der Praxis nur für die Hälfte der Betroffenen erträglich gemacht wird. Lassen Sie sich keinesfalls mit dem Argument der „Suchtgefahr“ abspeisen, wenn die Schmerztherapie nicht reicht. Zur Not sollte ein Schmerztherapeut oder Palliativmediziner hinzugezogen werden.

Palliativmedizin: Im Zentrum dieser Behandlung steht nicht die Heilung sondern die Linderung. Durch Schmerzbehandlung, psychosoziale Versorgung oder Linderung schwerwiegender Symptome, kann die Lebensqualität schwerstkranker Menschen erhöht werden.

Hospizarbeit: Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht, das Sterben menschlich zu gestalten. Die Unterbringung in einem Hospiz erfolgt nur, wenn eine Genesung nicht mehr möglich ist, der Tod deutlich naht und eine Pflege zuhause nicht mehr geleistet werden kann. Hospize sind darauf eingerichtet, Sterbende zu pflegen und zu betreuen. Es sind kleine, persönlich gestaltete Einrichtungen, die auch über mehr Personal als Krankenhäuser verfügen. Viele weitere Informationen zu Unterstützung Sterbender und ihrer Angehörigen erhält der Ratgeber „Ein Lebensende in Würde“, der Verbraucherzentrale NRW.

Den Ratgeber „Ein Lebensende in Würde“ gibt’s zum Abholpreis von 14,90 Euro in den Beratungsstellen aller Verbraucherzentralen.

Für zusätzlich 2,50 Euro für Porto und Versand kommt er – gegen Rechnung – auch ins Haus.

Bestelladresse:

Versandservice der Verbraucherzentralen, Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf.

Oder telefonisch unter 0180/500 14 33, Fax: 0211/3809-235.

Von Verena Rais/vz-nrw, 12. Februar 2006; Quelle: vz-nrw
Kategorie: Familie & Kinder, Ratgeber
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