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Knoblauch: Tödliche Gefahr für Pferde, Hund und Katze


(vera/aho) Die amerikanische Tierärztin Karen Hayes, DVM, MS, warnt Hunde-, Katzen- und Pferdehalter davor, ihren Tieren Knoblauch als gesundheitsförderliches Ergänzungsfuttermittel oder und natürliches Insektenschutzmittel zu füttern. Knoblauchzehen enthält wie auch gewöhnliche Zwiebeln den Wirkstoff N – Propyl – Disulfid, der rote Blutkörperchen zerstören kann. Folgen sind eine Anämie (Blutarmut), mangelhafte Ausdauer, Kraftlosigkeit und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. In einem Versuch verloren beispielsweise Pferde 60% ihrer roten Blutkörperchen, nachdem man ihnen für etwa zwei Wochen Zwiebeln gefüttert hatte. Sie gerieten hierdurch in Lebensgefahr. Weitgehend unbekannt ist, daß auch Hund und Katze auf Aufnahme von Küchenzwiebeln mit Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) reagieren können.

Dies gilt sowohl für rohe als auch für gekochte und getrocknete Zwiebeln. Beim Hund wirken sich bereits 5-10 g/kg KM rohe Zwiebeln toxisch aus, verantwortlich hierfür sind Schwefelverbindungen, die die Erythrozytenmembran schädigen und Methämoglobin bilden können. Die Vergiftung äußert sich zunächst in Erbrechen und Durchfall, nach 1 – 3 Tagen folgen die Symptome der hämolytischen Anämie (Blutarmut durch Zerstörung der roten Blukörperchen): Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, blasse Schleimhäute, schnelle Atmung und schneller Puls. Nach Einstellung der Zwiebelfütterung tritt Erholung in der Regel

innerhalb einer Woche ein. Tierärztin Karen Hayes belegt ihre Aussagen mit einer Reihe von

Literaturhinweisen:

  • Pierce, K.R., et al., Acute hemolytic anemia caused by wild onion poisoning in horses, “Journal of the American Veterinary Medical Association,” 1972; pages 160/323 – 327.
  • Lewis L.D. “Equine Clinical Nutrition,” Williams and Wilkins, 1995, page 480.
  • Kobluk, Ames, and George, “The Horse; Diseases and Clinical Management,” Saunders, 1995, page 1,083.
  • Knight A.P. and Walter R.G. “A Guide To Plant Poisoning Of Animals In North America,” Teton NewMedia, 2001, page 186.
  • Murphy M., “A Field Guide To Common Animal Poisons”; Iowa State University Press, 1996, page 160.
Von Bernhard Rais, 5. November 2001;
Kategorie: Sonstige Meldungen
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Kommentare: 2 Kommentare vorhanden
  • Kommentar von Rose am 26. Apr 2008

    Ist diese knoblauchgeschichte nur beim verzehr von rohem knoblauch und zwiebel oder auch bei gekochtem? denn es ist ja bekannt, daß viele dinge roh nicht vezehrt werden sollten, weil sie dann giftige stoffe enthalten. so etwas muß unbedingt mit aufgefüht werden.

  • Kommentar von Juhara am 08. Aug 2009

    Das ganze gilt auch bei gekochtem, grundsätzlich sollten Katzen keinen Knoblauch, Zwiebeln, Lacuhgewächse, Teebaumöl und Schokolade zu sich nehmen. All dies ist giftig für unsere Miezen und Hunde.

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