Sie sind hier:     Startseite > Allgemein > Meldung vom 19. September 2008

Spritpreise locken Internetabzocker auf den Plan – Billig tanken – teuer bezahlen


Auch wenn die Preise für einen Barrel Rohöl kurzfristig gesunken waren, an den Tankstellen bleiben die Spritpreise auf hohem Nivea. Schnell voll tanken oder besser abwarten? Verunsichert stehen die Autofahrer momentan an den Zapfsäulen. Günstiger geht’s nur, wenn das Auto in der Garage bleibt! Aber das ist nicht die Lösung für Verbraucher, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Hier setzt der Einfallsreichtum einer InfoService Ltd. aus Bingen ein. Die Idee ist simpel, für die Firma aber ein gutes finanzielles Geschäft! Der InfoService bietet per Internet die Möglichkeit, mit Eingabe der Postleitzahl die billigsten Tankstellen der Umgebung zu finden. Das könnte eine gute Sache sein, wäre da nicht ein Haken. Kaum zu erkennen ist der Fakt, dass durch Anmeldung auf der Internetdatenbank “Sprit-Billiger” ein Dienstleistungsvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten gegen ein einmaliges Entgelt von 90 Euro abgeschlossen wird. Darüber wird der Verbraucher jedoch nur informiert, wenn er die Anmeldeseite ganz nach unten scrollt oder die sog. Allgemeinen Geschäftsbedingungen tatsächlich durchliest.

In den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. häufen sich seit Monaten Fälle, bei denen Internetnutzer mit Rechnungen von diversen Anbietern für vermeintlich bestellte Gratis-SMS, Produktproben, Einträge bei Gewinnspielen oder irgendwelche Dienstleistungen konfrontiert werden. Welche Verpflichtungen sie tatsächlich eingehen und was an Kosten auf sie zukommt, ist meist gut versteckt im Kleingedruckten, das von den wenigstens beachtet wird. Tatsächlich verwandelt sich der angebliche “Gratis”-Zugang oftmals in einen kostenpflichtigen Vertrag. Weigern sich die “Opfer” zu bezahlen, beginnt der Versuch der Seitenbetreiber, das Geld einzutreiben. Zuerst kommt die Rechnung per Mail. Danach folgen Mahnungen, Schreiben eines Inkassobüros oder Anwalts. Hier werden die Drohungen verschärft. Damit versuchen derartige Firmen betroffene Verbraucher unter Druck zu setzen, um sie zur Bezahlung zu bewegen.

Von Stefan Schreinert/vzsa, 19. September 2008; Quelle: vzsa/Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt
Kategorie: Allgemein
Noch kein Kommentar abgegeben! Meldung jetzt kommentieren »
Zu Mister-Wong hinzufügen Add to Google Y! MyWeb
Kommentare: Noch kein Kommentar vorhanden
Geben Sie einen Kommentar ab

Spam-Schutz:

XHTML: Folgende Tags können Sie verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>


Meldungen nach Jahr: 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | Linktipps