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Was ist eigentlich D-Ribose?


D-Ribose ist eine Zuckerart. Sie kommt überall in unserem Körper sowie in allen pflanzlichen und tierischen Zellen vor. Kleine Mengen D-Ribose nehmen wir daher mit fast allen Nahrungsmitteln zu uns. Im Körper wird D-Ribose unter anderem zur Bildung von Adenosintriphosphat (ATP) genutzt. ATP ist der wichtigste Energielieferant des Stoffwechsels, das heißt bei allen Prozessen im Körper, die Energie benötigen, wird ATP gebraucht. In Sportlerkreisen ist D-Ribose als Nahrungsergänzung seit Jahren bekannt. Denn die Muskeltätigkeit verbraucht relativ viel Energie. Der ATP-Vorrat in den Muskelzelle aber ist klein und die Nachproduktion ein kritischer Faktor.

Wird D-Ribose in größeren Mengen (ab 5 bis 15 Gramm täglich) zugeführt, kann sich die ATP-Produktion und damit die Regenerationsphase zwischen den Trainingseinheiten verkürzen. Und da D-Ribose – ähnlich wie Galaktose – völlig anders verstoffwechselt wird als andere Zuckerarten, bleiben unerwünschte Nebenwirkungen aus. So sinkt zum Beispiel der Blutzuckerspiegel nach der Einnahme von D-Ribose deutlich ab – auch bei Diabetikern (nachgewiesen erstmals 1957).

Während Bizeps, Trizeps und Co. auch mal ausruhen dürfen, zum Beispiel nachts, braucht das Herz pausenlos Energie, also ATP. Nachdem 1978 entdeckt wurde, dass das Herz die D-Ribose auf die gleiche Weise zur Energiegewinnung nutzt wie die Skelettmuskulatur, untersuchten zahlreiche Kardiologen den möglichen Einsatz von D-Ribose in der Behandlung von Herzerkrankungen. Eindeutige Ergebnisse erzielte beispielsweise 1992 ein klinischer Versuch am Klinikum Großhadern: Von 20 Herzinfarktpatienten und solchen, deren Herzmuskel wegen Gefäßverengung schlecht durchblutet war, bekam die eine Hälfte D-Ribose (vier Mal täglich je 15 Gramm in Wasser gelöst), die andere ein Placebo (Traubenzucker-Wasser). Bei allen Patienten, die D-Ribose geschluckt hatten, stieg die Herzleistung deutlich an, die ATP-Produktion beschleunigte sich um das Zehnfache.

Weitere Erkrankungen, bei denen der Einsatz von D-Ribose untersucht wird:

  • COPD: Eine Studie aus dem Jahr 2007 ermittelte, dass D-Ribose bei einem COPD-Patienten die Lungen- und Herzfunktion signifikant verbesserte.
  • Fibromyalgie und CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom): Auf diesem Gebiet ist die Forschung mit D-Ribose erst wenige Jahre alt. Allerdings berichten Ärzte und Patienten von sehr positiven Behandlungsergebnissen (die Dosisbereiche liegen hier zwischen 10 und 20 g am Tag).
  • MAD-Mangel: D-Ribose lindert die Beschwerden bei Patienten mit dem Enzymdefekt Myoadenylate-Deaminase-Mangel.

Quellen: Gross M, Reiter S, Zollner N (1989): Metabolism of D-ribose administrated continuously to healthy persons and to patients with myoadenylate deaminase deficiency. Klin Wochenschr 67: 1205-13.

Teitelbaum JE, Johnson C, St Cyr J. (2006): The use of D-ribose in chronic fatigue syndrome and fibromyalgia: a pilot study. J Altern Complement Med 12 (9): 857–62.

MacCarter D J, Shecterle L M, St. Cyr J A (2007): D-Ribose Benefits COPD. The Internet Journal of Pulmonary Medicine, Volume 7 Number 2

Pliml W et al (1992): Effects of ribose on exercise-induced ischaemia in stable coronary artery disease. Lancet, 340:507–10.

Teitelbaum, Jacob (2007): From Fatigued to Fantastic. A Clinically Proven Program to Regain Vibrant Health an Overcome Chronic Fatigue and Fibromyalgia. Penguin Books

Sinatra, Stephen (2005): The Sinatra Solution: Metabolic Cardiology. Basic Health Publications

Von ms/dgk, 14. Dezember 2009; Quelle: dgk/Deutsches Grüne Kreuz
Kategorie: Allgemein
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Kommentare: 1 Kommentar vorhanden
  • Kommentar von Gruber Elisabeth am 05. Mrz 2010

    Danke für den ausführlichen Bericht.
    Meine Frage wäre noch, wie nimmt man die
    D-ribose ein. In Form von Tabletten oder Tropfen. Woraus wird es gewonnen? Ist dies ein natürliches Produkt?

    Danke für eine Rückantwort

    Elisabeth Gruber

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